Die KI ist eine sog. Milchmädchenrechnung:
Es ist völlig klar, wenn ich alle Daten der Welt - auf welche Art auch immer ich sie absauge, ob legal und illegal - in mein eigenes Rechenzentrum lege, dass ich dann vernünftige Antworten bekomme. Das ist völlig logisch.
Es ist aber völlig unlogisch und mit Sicherheit völlig falsch, dass sich das in Bezug auf Anschaffungskosten und Energiekosten ausgehen kann. Diese Daten müssen nämlich ununterbrochen zur Verfügung stehen und das kostet gigantisch viel Energie. Hier liegt die Milchmädchenrechnung definitiv vor.
Das nächste besonders tragische daran ist, dass den Rechenzentren fixe und günstige Energiepreise (bzw exklusive Kraftwerksleistungen wie in Kronstorf) langfristig zugesagt sind und natürlich die Bewohner der Region sich dann mit dem massiv steigenden Energiepreisen auseinandersetzen müssen. Die allgemein gültige Wirtschaftsregel dazu lautet "Angebot - Nachfrage = Preis".
In Oberösterreich, wo sich zum Beispiel dieses Kronstorf-Rechenzentrum befindet, gab es im ganzen Sommer 2026 Aufrufe um Energie zu sparen, weil auf Grund des Wassermangels nicht mehr genug Energie zur Verfügung steht oder die Stromproduktion um ein Drittel gesunken ist. Das Rechenzentrum mit den fix zugesagten Kraftwerken ist noch gar nicht in Betrieb, zusätzlich kommen bald weitere Großverbraucher ans Netz wie elektrische Hochöfen und weitere. Für die Bevölkerung bedeutet das enorme Preissteigerungen im Energiesektor.
Und das dritte besonders tragische ist, wenn einfältige Regionalpolitiker sich in den Medien rühmen, mit dem Rechenzentrum internationale Fachkräfte ins Land zu holen. Ein Rechenzentrum braucht genau einen Staplerfahrer um die Racks vom LKW abzuladen und die alten Racks auf den Alteisen-LKW aufzuladen, eine 3-Personen Truppe Reinigungskräfte um ein klein wenig Staub zu wischen und ein ein gutes Team an Security-Leuten. Soviel zu den internationalen Fachkräften die man in die Region holt.
Ich mag mich gerne irren, aber Mehrwert für uns als Gesellschaft sehe ich hier nicht.
Wolfgang (
SAGEN.at)