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Road-Movie aus Rumänien

SAGEN.at

Administrator
Teammitglied
Wie schon in der Fotogalerie angekündigt, habe ich im Jahr 2002 ein Road-Movie bei einer 14-tägigen wissenschaftlichen Fahrt durch Rumänien angefertigt.

Nachtrag: im Augenblick kann der Film nicht angeboten werden.


Wolfgang (SAGEN.at)
 
Hallo Wolfgang,
ich hab es wirklich getan. :stolzbin:
Ich habe mir den ganzen Film angeschaut.
Und – ich lebe noch. :die_Welle:
So schlimm war das nun wirklich nicht.
Er hat mich auf den ersten Blick an die Filme erinnert, die früher mal ganz spät nachts bei uns in den dritten Programmen gelaufen sind. Dabei wurde eine Zugfahrt, irgendwo auf der Welt aus dem Führerstand gedreht, vorgeführt.
Einige Klischees wurden durch deinen Film bestätigt.
Holprige Straßen, kein Umweltschutz, viel Müll und „Armut“.

Bei 11:19 ein gravierendes Beispiel:
Ein Fluss auf dem sich der Müll staut.

Viele, viele Kutschen von Pferden oder Esel gezogen.
Den Mittelstreifen sucht man auf den Nebenstraßen vergeblich.
Stromanschlüsse fehlen zu vielen Häusern. Man sieht auch nur wenige Satellitenschüsseln.
Leider sieht man die Ortsschilder zu kurz (außer Copsa Mica und Bukarest), als das man sie lesen könnte.
Verrückte Autofahrer gibt’s scheinbar auch in Rumänien. ( 25:41 +26:11)
McDonald gibt’s auch in Bukarest. (27:10)

Es gibt aber auch erstaunlich schöne Landschaftsabschnitte (29:40)
Bei 43:05 sieht man ein Denkmal, was aussieht, als ob es Bergleute beim Bohren zeigt. Oder was soll das darstellen?
Sehr gut gefallen hat mir die Szene bei 23:30. Das Dorf mit den drei Frauen und den Autos. :smiley_da
Ein schönes Filmdokument, das mit zunehmendem Alter an Wert gewinnen wird.

LG Volker

ps: Dein französisch ist ja echt super. (38:15)
Können die Rumänen französisch oder war das Zufall?
 
da ich noch nie in rumänien war, aber eine gute freundin habe die dort geboren ist und immer wieder davon erzählt, interessiert mich das schon sehr. ich hab`s mir inzwischen angesehen und finde es total schön, vor allem weil nichts mit musik hinterlegt wurde, sondern die original-töne drauf sind, da hört man sogar die sprache.
ich find`s toll!
danke fürs zeigen!
sonja
 
Die lothringische Auswanderung nach Siebenbürgen und dem Banat ist meine Spezialität.

(Admin: externer Link existiert nicht mehr)
 
Im Jahre 1947 erreichte ein Brief versteckt in einer Puppe die franz. Militärmission in Österreich.

Der Absender war Jean oder Johann Laumesfeld Obmann der Banater Lothringer. Er war adressiert an Robert Schuman.

Laumesfeld beschrieb die katastrophale Lage seiner Landsleute in einem altertümlichen Deutsch. Schuman reagierte und holte die meisten nach Frankreich.


https://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Schuman
 
Das ist eine sehr interessantes Kapitel der Geschichte.
Robert Schuman als bahnbrechender Vorbereiter der EU bzw der deutsch-französischen Zusammenarbeit ist mir natürlich ein Begriff, seine Leistung zu den lothringischen Siebenbürgen war mir nicht bekannt und ist auch in dem von Dir verlinkten Artikel nicht erwähnt.

Wolfgang (SAGEN.at)
 
Das ist eine sehr interessantes Kapitel der Geschichte.
Robert Schuman als bahnbrechender Vorbereiter der EU bzw der deutsch-französischen Zusammenarbeit ist mir natürlich ein Begriff, seine Leistung zu den lothringischen Siebenbürgen war mir nicht bekannt und ist auch in dem von Dir verlinkten Artikel nicht erwähnt.

Wolfgang (SAGEN.at)

Das wird in diesem Link erwähnt ganz unten in der Chronologie der Lothringer im Banat

(Admin: externer Link existiert nicht mehr)

Es geht wie gesagt um den Banat die Auswanderung nach Siebenbürgen liegt natürlich viel weiter zurück.
 
Ich könnte mich irren, aber nach meinem Wissen war es 1945 gleichgültig ob man in Siebenbürgen oder im Banat als Siedler-Minderheit lebte - alle hatten fast über Nacht ein ziemlich großes Problem...

Wolfgang (SAGEN.at)
 
Ich könnte mich irren, aber nach meinem Wissen war es 1945 gleichgültig ob man in Siebenbürgen oder im Banat als Siedler-Minderheit lebte - alle hatten fast über Nacht ein ziemlich großes Problem...

Wolfgang (SAGEN.at)

Sicher. Aber die Banater Lothringer wussten noch wo sie herkamen und an wen sie sich wenden konnten. Bei den Siebenbürger Sachsen war das etwas schwieriger.

Die Sache ist auch deshalb so interessant weil nach 1950, die Bundesrepublik alle sogenannten Ostflüchlinge aufsog. Nur diese gelangten eben nach Frankreich.
 
Ich habe immer den Wunsch, einmal Reise in Rumänien, aber bis jetzt noch keine Gelegenheiten. Ich bin freu, hier den Beitrag angesehen. Aber wo kann ich jetzt den Film laden?:smi_blume




lg g3 tasche
 
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