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Gedankenlesen von Suchmaschinen: Erschreckend oder Faszinierend?

SAGEN.at

Administrator
Teammitglied
Dass sich das Internet (und weitere neue Technologien) allmählich auch gegen die Gesellschaft entwickeln, dürfte inzwischen, nicht nur durch die derzeitige Wirtschaftskrise, allgemein erkannt werden.

Ein besonders drastisches Beispiel bringt die Firma Google, die an einem Beispiel demonstriert, wie sie in Echtzeit die Gedanken der amerikanischen Bürger auswertet und damit Analysen bringt, die schneller und exakter als alle bisherigen Methoden ("two weeks faster than traditional systems") naturwissenschaftlich relevante Ergebnisse liefert.

Google demonstriert dies am Beispiel der Grippe ("flu"), an die die Menschen nur denken, wenn sie damit konfrontiert sind: Google Flu Trends (zwischenzeitlich eingestellt).

Ich weiß nicht, ob die wirkliche Aussage dieses Beispiels von der Firma Google gewollt ist oder nicht, aber es sollte zumindest zu denken geben...

Wolfgang (SAGEN.at)
 

Dresdner

Active member
Naturwissenschaftlich relevant sind die Ergebnisse sicher nicht, jedoch ist die ganze Entwicklung von Google äußerst bedenklich - und zwar in Bezug auf den Datenschutz.
Google generiert seine Ergebnisse danach, wie oft ein Suchbegriff eingegeben wurde. Nun kann man nach dem Begriff "Grippe" suchen, weil man selbst Grippe, eine einfache Erkältung oder Schüttelfrost hat oder auch, weil man sich einfach über diese Krankheit informieren will. 1000 Anfragen bedeuten also niemals 1000 Grippefälle.
Viel schlimmer ist die Datensammelwut der Amerikaner.
GoogleChrome als Suchmaschine ist ebenso sammelwütig wie die Googlesuche, dazu kommen GoogleEarth, diverse Spezialsuchprogramme, Googlemail ... . Die Krönung ist dann die geplante Onlinespeicherung des gesamten Datenbestandes - siehe Microsofts neues Betriebssystem.
Aus diesen Angaben kann man hervorragende Nutzerprofile erstellen.

Dresdner
 

Dresdner

Active member
Es geht mir in diesem Zusammenhang nicht darum, die Seriosität der Zeitschrift "Nature" zu bewerten.
Ich habe oben beschrieben, wie Google recherchiert - duch Analyse eingegebener Suchtexte und durch Klicks auf die Vorschläge seiner Suchmaschine. Diese werden dann der Region zugeordnet, aus der die Anfrage kommt und auch der IP-Adresse des anfragenden Computers . Big Brother lässt auch hier grüßen!
Google kann nicht unterscheiden, aus welchem Grund angefragt wurde.
Jeder sollte also selbst entscheiden, ob eine solche Vorgehensweise die Bezeichnung "naturwissenschaftlich relevant" verdient und ob man sie unterstützen sollte.
Dresdner
 
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