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Dreifaltigkeitswallfahrt Karnabrunn

Hermann Maurer

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Die zweitgrößte Dreifaltigkeitswallfahrt Niederösterreichs ist nach Sonntagberg die von Karnabrunn im Weinviertel. Die Wallfahrt geht auf die Initiative des Julius Friedrich Graf Buccelini zurück, der 1686 hier eine Kirche erbauen ließ. Seither erfreut sich dieser Wallfahrtsort eines regen Zuspruches seitens der Gläubigen. Allerdings ist zeitbedingt dieser in den letzten Jahrzehnten sehr zurückgegangen. Die Kirche ist, da etwas abgelegen auf einer Höhe, meist geschlossen, der Devotionalienstand seit langem unbesetzt.
Am besten kann man die rege Anteilnahme der Bevölkerung anhand der ausgegebenen Wallfahrtsbilder beobachten. Seit dem 18. Jahrhundert ist diesbezüglich bedarfsbedingt viel getan worden und es liegt eine Fülle teils sehr qualitätvoller Produkte vor. Vor allem das 19. Jahrhundert ist besonders vertreten. Die Sammlung Prof. Hermann Maurer, Horn enthält ca. 125 verschiedene Andachtsbilder von hier. Die ältesten stammen aus dem 18. Jahrhundert, die jüngsten aus der Gegenwart. In den letzten Jahrzehnten ist es der Initiative von Mag. Peter und Helene Kukelka zu verdanken, dass immer wieder Bildchen in der Kirche ausliegen und so dem Pilger zur Verfügung stehen. Die beiden Karnabrunner veranstalten im Rahmen ihrer "PUPPENBÜHNE ULTIMO RATIO" auch die Aufführung "Graf und Einsiedler oder Kasperl kommt nach Karnabrunn (Die Gründung der Wallfahrt Karnabrunn)".
Literatur: Gustav Gugitz, Österreichs Gnadenstätten in Kult und Brauch, Niederösterreich und Burgenland. Wien 1955, Seite 56ff.
Faltprospekt "Wallfahrtskirche zur Hl. Dreifaltigkeit Karnabrunn Niederösterreich", Karnabrunn, o.J. (um 2005)
 
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Anbei zur Illustration ein kolorierter Kupferstich von Jos. Enderle aus der Zeit um 1800 oder kurz danach. Fast idente Darstellungen gibt es für die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts auch auf anderen Wallfahrtsbildchen von Karnabrunn.
Bild in der Sammlung Prof. Hermann Maurer, Horn.
Zu Jos. Enderle vergleiche Gustav Gugitz, Das kleine Andachtsbild in den österreichischen Gnadenstätten in Darstellung, Verbreitung und Brauchtum nebst einer Ikonographie. Wien 1950, Seite 37.
 

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