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Das Kirchenmanderl von Kühnring (Bezirk Horn, Niederösterreich)

Hermann Maurer

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Im Ort Kühnring befindet sich auf dem ehemaligen Burghügel eine romanische Kirche. Über dem Kegeldach der Apsis eingemauert sieht man eine wohl ebenfalls romanische Plastik, eine Halbfigur. Über diese Plastik erzählen die Dorfbewohner folgende Geschichte:
Vor uralter Zeit lebte einmal in Kühnring ein leichtsinniger Hüterbub, der das wenige Geld, das er bekam, sofort durchbrachte. Eines Tages nun, als er wieder einmal keinen Groschen besaß, kam er auf den schrecklichen Gedanken, die Stricke von den Kirchenglocken abzuschneiden und in Eggenburg zu verkaufen. Als Strafe für diesen Frevel wurde er zu Stein. Dieser, der noch immer die Gestalt des Hüterbubens erkennen ließ, wurde von den frommen Dorfbewohnern zur Warnung und Abschreckung in die Außenmauer der Kirche eingemauert.
Literatur:
Hermann Maurer, Drei kleine heimatkundliche Beiträge. Das Waldviertel 34 (45), 1985, S. 35 - 36.
Hermann Maurer, Waldviertel 1985, Einführung in die Jahrestagung 1985 der Gesellschaft für Vor- und Frühgeschichte in Pulkau. Bonn 1985, S. 48 - 50.
 
Zuletzt bearbeitet:

harry

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Hallo Hornarum48!

Danke für diese schöne Sage! :sensationell:
Sie war mir unbekannt. Hier noch das Foto dazu:

Kuehnring_Veit_Plastik_02.jpg
 
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