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Berufsausbildung: Windmüller

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Über eine bemerkenswerte Berufsausbildung schreibt Benjamin Dürr im Artikel "Alles so schön alt hier - Ausbildung in der Windmühle".

Ein 19-jähriger Student hat die Prüfung der Müller-Zunft in Holland bestanden. 600 Stunden lang hat er dafür mit einem erfahrenen Müller geübt, Seile geknotet, Zahnräder gedreht, Wetterkarten studiert.

Heute drehen sich in Holland noch etwa 1100 Mühlen. Viele stammen aus dem Goldenen Zeitalter im 17. Jahrhundert, als die Niederlande eine große Handelsmacht waren - mit einer riesigen Schiffsflotte.
Vom Beruf des Müllers leben in Holland heute nur noch rund 50 Menschen. Sie mahlen Getreide, produzieren Senf oder führen ihre Arbeit Touristen vor. Die Zunft der Müller hat deutlich mehr Mitglieder: 2300 Menschen kümmern sich ehrenamtlich um die Windmühlen, reparieren, schmieren, tauschen Teile aus. Manche jeden Tag, andere nur am Wochenende.

Eine Windmühle zu betreiben, braucht Zeit. Die gewaltigen Mühlräder muss man dem drehenden Wind nachführen, so dass dieser immer im rechten Winkel auf die Flügel trifft.

75 Euro kostet die Ausbildung mit 150 Unterrichtsstunden, nach bestandener Prüfung wird man automatisch Mitglied der Zunft. 30 Euro kostet die Mitgliedschaft im Jahr, inklusive Versicherung.

Wolfgang (SAGEN.at)
 
Ich finde das gut, Windmühlen sind schon etwas Mystisches. Wir waren letzte Jahr im Herbst in Holland und haben Sie bewundert. Vielleicht sollten wir einen Sammelkurs aufmachen und gemeinsam hinghehen ;)

lg. D.
 
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