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Edinburgh- auf dem Weg nach Leith.
TeresaMaria

Edinburgh- auf dem Weg nach Leith.

Auf dem Weg nach Leith. Bei weitem nicht so schön wie in der Alt- und Neustadt, aber dennoch sieht man vereinzelt interessante Gebäude.

Ursprünglich war Leith eine eigenständige Stadt bei Edinburgh, die sich während der Schottischen Unabhängigkeitskriege im 13. Jahrhundert zu einem wichtigen schottischen Hafen entwickelte. In Leith wurden insbesondere Güter aus Frankreich und Skandinavien angeliefert. Vor allem Rotwein wurde in Fässern relativ jung aus Frankreich angelandet und dann in Kavernen unterhalb der Stadt weiterreifen und so eine besondere hochgeschätzte Note entwickeln gelassen. In den folgenden Jahrhunderten expandierte Leith weiter in Richtung tieferes Wasser. Während der industriellen Revolution des 19. Jahrhunderts kamen zu traditionellen Gewerbezweigen wie Zuckerraffinerie und Glasbläserei auch neue Erwerbsquellen wie Mühlen, die Herstellung von Biskuits und Seilen, Schiffbau, Weinimport und Holzhandel. In dieser Zeit des Aufschwungs wurden das Old Queens, das Albert, das Victoria, das Edinburgh und das Imperial Dock eröffnet.
Schiffbau hatte auch vor der industriellen Revolution bereits eine Tradition in Leith – hier wurde die Flotte James I. von Schottland gebaut. Später wurden in Leither Werften alle möglichen Arten von Schiffen konstruiert. Nach dem Zweiten Weltkrieg verlor das Schiffbauergewerbe in Leith an Wichtigkeit, die letzte Werft (Henry Robbs) schloss 1984.
Leith hatte auch eine besondere Bedeutung für die Entwicklung des Golfsports, da hier im Jahr 1744 die Gentlemen Golfers of Leith gegründet wurden.
In der Mitte des 20. Jahrhunderts verlor der Hafen immer weiter an Bedeutung und wurde so zu einem Armutsgebiet. Drogen und AIDS brachten der einstmals blühenden Stadt einen schlechten Ruf ein. Leith war der Ort in Großbritannien, in dem AIDS bei Kindern am weitesten verbreitet war.
Heute wird der Hafen von Leith von Forth Ports PLC kontrolliert, der zweitgrössten Hafenbehörde des Vereinigten Königreichs. Von Kontinentaleuropa aus kommen noch immer Frachter mit Gütern wie Holz, Stahl, Kohle oder Zement an, außerdem dient der Hafen als Versorgungsbasis für die Erdöl- und Erdgasförderplattformen in der Nordsee.
In den 1990er Jahren begann massiv die städtebauliche und touristische Entwicklung in Leith. Neben Förder- und Investitionsprojekten wie dem von Sir Terence Conran entworfenen Einkaufs- und Vergnügungskomplex Ocean Terminal, vor dem die ehemalige königliche Yacht HMY Britannia als Museumsschiff ankert siedelte sich auch die schottischen Verwaltung in dem ehemaligen Dockgebiet an. Darüber hinaus kommen jährlich über fünfzig Kreuzfahrtschiffe im Hafen an. Mittlerweile ist Leith, nicht zuletzt dank hochwertiger neuer Wohnanlagen, eines der neuen aufstrebenden Gebiete innerhalb Edinburghs mit Steigungen der Immobilienpreise um über 100 Prozent im Jahr.

Quelle:wikipedia
Danke. Man versucht fast schon "krampfhaft" Leith aufzuwerten und dem Bezirk einen guten Ruf zu geben. Dennoch merkt man nach wie vor, dass es sich um einen einstigen Problembezirk handelt. Viele Straßenzüge gehören noch besser gepflegt und aufgewertet. Es hängen überall Plakate mit bekannten Künstlern und darüber steht "Ich liebe Leith". Die Fahrt zum Hafen war dennoch spannend und dieser selbst ist sehenswert mit der Royal Yacht Britannia. Im Ocean Terminal kann man dann nach Belieben noch einkaufen. Das moderne Shoppingzentrum von Edinburgh. Wenn man schon was kaufen will- schöner ist es aber im Jenners, an der Princess Street.
 

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Städte und Stadtteilporträts
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TeresaMaria
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